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APV Graz

Aktivitäten 2008
Herbstexkursion
12. November 2008 7:00 Uhr bis 14. November 2008
IBS Teufenbach - Mondi Zeltweg - MM Karton Frohnleiten - Sappi Gratkorn

 

Die heurige Herbstexkursion führte uns in 3 Tagen zu:

  • IBS in Teufenbach
  • Mondi in Zeltweg
  • Mayr-Melnhof in Frohnleiten
  • Sappi in Gratkorn

IBS Paper Performancen Group in Teufenbach
www.ibs-ppg.com

Die erste Station unserer Herbstexkursion brachte uns dieses Jahr zu IBS nach Teufenbach.
An diesem Standort, an dem IBS 1967 gegründet wurde, befindet sich neben der Zentrale auch die Fertigung von keramischen Entwässerungselementen (Foils) und der Technologiebereich.

Wir wurden vom Leiter der Technologie, Herrn DI Hannes Haspel empfangen, der uns den ganzen Tag über begleitete.
Einführend erhielten wir einen Vortrag über die historische Entwicklung und die momentane Aufstellung (Porduktpalette, Untergruppierungen, Marken etc.) von IBS.
Den Restlichen Vormittag berichtete uns Herr DI Hannes Haspel von den Neuheiten im Bereich der Foitechnologien und seinen Erfahrungen mit dem richtigen und falschen Umgang mit Keramiken in der Papierindustrie.

Nach einem kurzen Imbiss wurden wir durch die Produktion und die Qualitätskontrolle geführt.
Dabei wurde uns jeder Produktionsschritt gezeigt,
angefangen bei dem Schleifen der Rohkeramiken die im ersten Arbeitsschritt in eine Passform gebracht werden
zur Anbringung der Klammern und dem anschließendem Verkleben.
Nachdem die Masse über Nacht ausgehärtet ist, werden die Rohfoils geschliffen und poliert. Das Schleifen erfolgt auf eigens Hergestellten CNC-Schleifmachinen welche vom zugekauften Maschinenhersteller Berger gefertigt werden. Somit bleibt dieses Knowhow werksintern. Zusätzlich hat IBS auch eine Schleifmaschine an einem LKW installiert um so mobiles Service zu leisten.
Schlussendlich ging es dann noch in die Qualitätskontrolle, wo mittels Floureszenzmittel die kleinsten Kratzer und Unebenheiten dedektiert werden.
Vielen Dank nochmals für diese ausführliche Werksführung in Teufenbach.

Mondi in Zeltweg
www.mondigroup.com

Als zweite Station besichtigten wir Mondi in Zeltweg, wobei wir dort die 2 Kunststoffverarbeitenden Werke besichtigen, die NAPIAG Kunststoffverarbeitung GmbH und Mondi Coating Zeltweg GmbH

Zuerst wurden wir vom Werksleiter der NAPIAG empfangen.
In einer Einführenden Präsentation wurde uns die Vielfalt und der Einsatz von Kunststoffverpackung näher gebracht.

Nach dem Theoretischen gings es dann in die Produktionsanlage wo wir uns die Kunststoffverarbeitung praktisch ansehen konnten.
Die Extrutoren und die darauf folgende Kühlung der endlos produzierten Kunststoffschläuche.
Diese werden dann in einer mehrere Meter hoch laufenden Kühlung gekühlt, auseinander geschnitten und die Folie schließlich aufgerollt.
Zusätzlich werden je nach Bedarf die Folien noch gedruckt oder eingefärbt.

Nach der Besichtung der Kunstverarbeitung ging es direkt weiter zu Mondi Coating, also ebenfalls eine Kunststoffverarbeitung, diesmal auf Papier aufgetragen.
Dabei wird fertiges Papier abgerollt und das Papier elektrisch aufgeraut.
Gleichzeitig wird wieder Kunstoff extrutiert.
Dieser wird dann flüssig auf das Papier aufgetragen (Bügelextruder) und anschließend wassergekühlt ausgehärtet.


Mayr-Melnhof Frohnleiten
www.mayr-melnhof.com

In Frohnleiten angekommen wurden wir bereits von Herrn Dipl.Ing. Clemens Hofstätter empfangen.
Einführend wurde uns mittels einer Präsentation die Aufgliederung von Mayr-Melnhof in Karton und Packaging sowie Details zu Absatz und Produktion erläutert.
Anschließend gingen wir dann genauer auf den Aufbau von Karton ein, welche und wieviel Schichten die einzellnen in Frohnleiten produzierten Kartonsorten haben.
Nach dem Aufbau des Karton schlossen wir die Präsentation mit den beiden Kartonmaschinen KM2 und KM3, welche wir uns im Anschluss in der Produktion besichtigten.

Die Besichtigungstour startete bei der Kartonmaschine 2, welche 1952 erbaut wurde und noch immer im Betrieb ist und Karton in den Grammaturen von 320-450 g/m² herstellt.
Durch das Kartonlager und die Schneideanlagen ging es anschließend zur KM3 auf der Karton mit 230-380 g/m² hergestellt wird.
Mit einer Maschienenbreite von 440 cm und einem max. Speed von 550m/min eine beeindruckende Anlage, besonders die rießige Glättwalze.
Einen kleinen Eindruck dazu können euch die Bilder vermitteln.

ÖZEPA-Herbsttagung
www.austropapier.at/oezepa

Die Themen der Herbstagung waren:

  • Eröffnung
  • Energie 20/20/20 - Auswirkung auf die Papier- und Zellstoffindustrie
  • Entwicklung der Gasversorgung in CEE
  • Energiekonzept Sappi Gratkorn
  • Kohlenstofffaser verstärkter Kohlenstoff (CFC) - eine Alternative als Reibbelag
  • Trends in Forschung und Entwicklung
  • R&D-Highlits bei Sappi
  • Schlussworte


Anschließend an die Tagung wurden wir zu einer Führung durch die Stiftsbibliothek in Stift Rein eingeladen.
Die Stiftsführung wurde anschließend mit einem Essen und geselligem Beisammensein abgerundet.

 SAPPI Gratkorn
Am 3. Tag unserer Exkursion nahmen wir im Rahmen der Özepa Herbsttagung bei einer Führung durch das Sappi-Werk in Gratkorn teil.
www.sappi.com

Am Freitag bekamen wir eine kurze Einführung im Kulturhaus zum Standort Gratkorn von Sappi.
Sappi produziert auf zwei Linien mit jeweils voneinander getrennter Papiermaschine und Streichmaschine, wobei der Wechsel der Rollen am Anfang der Streichmaschine mit einem „Flying Splice“ erfolgt. Dabei wird bei nahezu voller Geschwindigkeit ein Rollenwechsel durchgeführt.
Der abgespulte Tambour wird nun innerhalb kürzester Zeit abgebremst, um das überschüssige Restpapier nicht auf das abrollende Papier zu schlagen.
Die Reibbeläge der Scheibenbremsen sind aus CFC (kohlefaserverstärkter Kohlenstoff), da es bei den auftretenden hohen Kräften wirtschaftlicher ist (hohe Lebensdauer).
Wir erfuhren im Vortrag, dass gerade Wartungsarbeiten durchgeführt werden und nicht sicher sei, ob beim anschließenden Rundgang durch das Werk schon produziert werde.
In Gruppen zu etwa acht Personen aufgeteilt, konnten wir erfreulicherweise den Anlauf einer Papiermaschine beobachten.
Es war sehr beeindruckend, wie schnell aus einer Zellstoff-Suspension transportier- und lagerbares Papier gemacht wird, und wie gut das Papier auf die Bahn geführt wird.
Jüngst wurde ein Bahnstabilisator eingebaut, der auch einen Beitrag zur Aufführung leistet.
Näheres hierzu ist bei Andritz zu lesen.
Uns wurden beide Linien präsentiert, die Produktionslinie PL2 mit Papiermaschine PM9 und Streichmaschine SM9 und die leistungsstärkere Produktionslinie PL3,
seit 1997 bestehende, mit Papiermaschine PM11 und Streichmaschine SM11.
Sappi Austria Produktions-GmbH & Co. KG ist mit ca. 860000 Tonnen pro Jahr einer der führenden Hersteller von holzfrei gestrichenem Feinpapier und beschäftigt ca. 1300 Mitarbeiter.
Abschließend wurden wir zu einem köstlichen Imbiss ins Besucherzentrum eingeladen.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Einladung.

 

 



Autor: Jakob Redlinger-Pohn und Friedrich Holzinger (Sappi Gratkorn)


 
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